Session

[CN: BDSM]

Leon schloss die Augen, ließ sich führen. Sich über das Bett legen, des Bettende. Fühlte Siverios Finger über seinen Rücken streichen. Haut auf Haut, nackt, kalt. Fingerspitzen über seinen Pobacken, bloß, entblößend. Hinunter zu seinen Beinen.

Ein Luftzug, dünnes Holz quer über seinen Pobacken, scharf. Der nächste kam tiefer, drang in seine Oberschenkel. Kräftig. Ruckartig stieß er die Luft aus. Er ließ es zu, was geschah, duldete es. Schlag um Schlag. Einfach fühlen. Fühlen, bis ihm die Tränen in die Augen stiegen, und es dennoch keinen Unterschied machte. Einen nach dem anderen. Es war richtig, so.

„Weißt du, wie selten es ist, dass deinesgleichen sich mir in dieser Weise überlässt“, flüsterte Siverio ihm zu. Ohne Zeit zu einer Antwort traf der nächste.

„Und machst du dir eine Vorstellung davon“, fuhr Siverio fort, weiterhin ruhig und leise, ließ die Fingerspitzen zärtlich über Leons Schulterblätter wandern. „Was ich mit dir tun würde, wärst du noch ein Mensch, statt der Vampir, zu dem man dich gemacht hat.“ Langsam, stoßweise, traf weiter dieser Rohrstock. Durchdringend. Tief.

Eine Ahnung war da, unleugbar. Ohne Wissen. Eine Ahnung, die in jeder Bewegung lag. Jeder Berührung. Jedem Stück Schmerz, das ihn stoßweise überkam.

„Wie ich dich ficken würde, bis du blutest, und bis du Rotz und Wasser heulst vor Verzweiflung und Schmerz, weil es nicht aufhört. Weil ich nicht aufhöre, verstehst du mich? Ich höre nicht auf.“

Weiter drang dieses scharfe, dünne Stück Holz gegen seinen Körper. Unter seine Haut, so schien es allmählich. Es wäre schlimmer, wäre er ein Mensch gewesen. Aber auch das hier wurde Qual, über die Zeit, zunehmend, je länger es dauerte. Leons Körper verheilte. Seine Haut wurde nicht dick, die Muskeln nicht geschwollen unter der Gewalt, die sie erlitten. Aber zermürbend war es. Schmerz, der schärfer wurde und hart, oder leichter und beinahe liebkosend. Leon stöhnte.

„Sie werden mich nicht töten“, weinte er leise, irgendwann, schluchzend, während es einfach so weiterging, immer weiter. Aber er doch einmal eine Hand des anderen in der Seinen fühlte. Finger, die die Seinen ergriffen.

„Nein, Leon, in der Tat, das werde ich nicht“, flüsterte Siverio ihm wiederum zu, beugte sich nun zu ihm herab, drückte ihm einen Kuss auf das rechte Schulterblatt. „Und wenn ich es richtig mache, wirst du gerade dafür diese Existenz noch verfluchen.“

 


Mehr zu Leon und Siverio: Vampire in Paris III – Bei den Geneviève
Weitere zu Leon: Von dunklen Seelen Bände 1+2, 4-6. Zu Siverio: „Nur in deinem Kopf“

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