News November (2) – NaNoWriMo, Veröffentlichungen und eine neue Kategorie

…und außerdem ein paar Worte dazu, wie es mit der Reihe um Leon weitergeht…

Hallo miteinander,

es ist NaNoWriMo, und auf der Seite ist viel passiert – Zeit für ein kleines Update!

Was ist dieses NaNoWriMo eigentlich? Ja, das habe ich mich vor ein paar Wochen auch noch gefragt, und die Zusammenfassung: Ein inzwischen internationales Schreibevent, bei dem Autor_innen auf der ganzen Welt sich vernetzen, und jede_r versucht, innerhalb eines Monats 50.000 Worte zu schreiben, wozu man sich gegenseitig online und teilweise auch offline bei Schreibtreffen motiviert.
Als Zwischenfazit muss ich sagen: Ja, die Motivation tut gut!

Dafür, dass das so wenig gar nicht ist, gibt es doch so einige Leute, die die 50k-Marke nach zwei Wochen geknackt hatten – andere sind langsamer, aber hey, man schreibt hier nicht gegeneinander, sondern unterstützt sich, insofern ist das vollkommen okay.
Über die offizielle Homepage https://nanowrimo.org/ finden sich in der „Home-Region“ u.a. Events mit Schreibtreffen in der realen Welt und dort gibt es außerdem einen Chat, um sich zu vernetzen. Mir persönlich haben die Schreib-Sprints vom Twitter-Kanal @GerNoWriMo viel gebracht. Ein paar Tage läuft das Ganze noch, wer also interessiert ist: Account auf der offiziellen Homepage erstellen, oder abends ganz unverbindlich mal die Augen auf Twitter offenhalten, ob auf @GerNoWriMo jemand Sprints ankündigt. Anmeldung o.ä. braucht streng genommen niemand, Mitmachen kann jede_r.

Was das NaNoWriMo-Ziel mit den 50k Worten angeht, bin ich momentan ein wenig skeptisch. Dazu wird es aber vielleicht nächsten Monat eine Nachbetrachtung geben, denn praktischerweise gibt es jetzt eine eigene Kategorie für solche Themen: Über das Schreiben!
Darunter werde ich demnächst Einblicke in verschiedene Aspekte meiner Schreiberei geben, wie im ersten Artikel jetzt bereits mit einer Übersicht über die Queerness im Weltenbau meiner verschiedenen Universen. Auch auf die Hintergründe einiger Charaktere werde ich dort näher eingehen, als das bei Nebencharakteren in Büchern manchmal möglich ist. Geplant habe ich außerdem kleine Rezensionen zu Tools, die beim Schreiben nützlich sein können, meine Erfahrungen mit Schreibprogrammen z.B., oder auch zu Gadgets wie einer mobilen Bluetooth-Tastatur zum Tippen für unterwegs.

Begonnen hat der NaNoWriMo für mich mit einer mittelmäßigen Enttäuschung, meinem Ausflug auf Belletristica. Im Anschluss habe ich ab und an noch ein Auge auf den offen einsehbaren Chat geworfen, und konnte mich zumindest im Nachhinein darüber amüsieren, wie einige Leute sich dort wundern und bedauern, dass keine neuen Leute dazukommen. Naja, liebe Menschen, es ist eben so: Wenn neue Leute nach drei Tagen rausfliegen, sobald sie IRGENDEINER_M Stammuser_in mal querkommen (und das ist als queerer Mensch in ner cis-het-normalo-Gruppe nicht schwierig), bei der Moderation angeschwärzt werden, und sich mit einer hochgradig privilegien- und machtbewussten Security-Fairy auseinandersetzen müssen, bei der eins letztlich dafür fliegt, sich vor dem „Forenpersonal“-Label nicht tief genug zu bücken… braucht man sich nicht wundern, wenn sich langfristig nur Wenige finden, die länger als besagte drei Tage dazukommen.
Man muss halt schon in hohem Maße „genauso normal“ wie die bisherige Gruppe sein, und obendrein noch arg hierarchiefreudig und unterwürfig, um als Neuling_in in so einer Gruppe überhaupt bleiben zu können. Was es vollkommen unmöglich macht, wenn man selbstbewusst queer, und evtl noch queerfeministisch ist: Natürlich sind die Leute da nicht ansatzweise so queerfreundlich, wie sie das von sich selbst glauben, eher so im Gegenteil. Gut, das trifft auf den Großteil unserer Gesellschaft zu, das sollte man ihnen insofern nicht speziell zum Vorwurf machen. Aber in Kombination mit dem Gruppenzwang-Denken und dem machtbewussten Durchgreifen seitens der Moderation bleibt mir da als Fazit: Für duckmäuserisches Queer-Sein der Marke LSU mag da Platz sein, und für boyxboy-Pornos für cis-hetero-Frauen auch, wie auch für Out-Sein, solange es nicht darauf hinausläuft, Queerfeindlichkeit zu kritisieren. Aber halt dann doch eher nicht für sowas wie mich.

Na, sei es, wie es sei: Die ersten Tage diesen Monats war ich dort noch geduldet, und da auch dort der NaNoWriMo startete, hatte ich dafür dort begonnen, Stories aus einem Universum neu hervorzukramen, bei denen ich eigentlich nie so richtig vorhatte, mehr daraus zu machen. Nachdem „Asarga“ überarbeitet war, die Terminologie etwas angepasst und das Ganze in E-Reading-freundliche Häppchen unterteil, aber samt meinem Account von der kostenlosen Plattform runtergeflogen ist, fand ich es danach doch zu schade, das Material nun wieder auf meiner Festplatte versauern zu lassen. Wattpad habe ich mir zwei Tage lang angesehen, aber zügig verworfen. Die Cover dort mögen dank Canva in einer standardisierten Weise tauglich sein, aber hübsche Bildchen wiegen es halt nicht auf, wenn man Sätze ohne Rechtschreibfehler schon in den Einleitungen mit der Lupe suchen muss.
Als Folge von dem Ganzen habe ich die Idee mit der kostenfreien Writing-Community vorerst auf Eis gelegt. Stattdessen hat meine Homepage jetzt eine Science-Fiction-Sektion, und Amazon Unlimited ein neues Science-Fiction-Universum 🙂
Chroniken der Asarti“ beginnt mit der Reihe um Robin und Katze. Der erste Teil, „Ein neuer Lehrer„, ist für 2,99 € auf Amazon verfügbar, und wie üblich auch über KindleUnlimited zu lesen.

GlutCoverbrightEin weiterer Aspekt, in den ich im NaNoWriMo erstmals ernsthaft Arbeit investiert habe, ist das Coverdesign. „Glut“, das Cover zu einer Hintergrunstory um Lucas und Cassari/Felix hat mir recht gut gefallen. Und da Cover auf meiner Seite einfach viel zu wenig zur Geltung kommen, könnt ihr auch diese Kurzgeschichte jetzt über Amazon erwerben.

Weniger gut gelungen ist mir das Cover zu „Turnier der Jungelfen“ – vielleicht werde ich das Ganze auch noch überarbeiten. Die Story kann man guten Gewissens als Ergebnis erfolgreicher Prokrastination betrachten – ich kam mit dem Storyverlauf um Leon in „Vampire in Paris III“ einfach nicht so voran, wie ich das wollte, brauchte für die NaNo-Sprints aber ein Projekt, zu dem mir Worte einfielen – und so entstand der Beginn zu einer Story, die es meinem Universum so ähnlich vor langer Zeit schon einmal gab, ehe ich auf die Idee kam, meine handschriftlichen Notizen wegzuwerfen.
Ja, böse Geschichte aus meiner Vergangenheit, damit langweile ich euch jetzt lieber nicht. Jedenfalls war alles Geschriebene weg, in meinem Kopf aber sehr viel noch vorhanden – und wurde nun im NaNo einfach mal per Sprint aufgeschrieben.
Der erste Teil wurde überraschenderweise recht schnell zu einer kleinen Geschichte.
Ich werde nicht leugnen, dass einige Aspekte um Tam und seine Klasse inspiriert sind von meinem ersten Kontakt mit dem Harry Potter-Universum, und dem Frust darum, aus diesem Universum regelrecht herausgeworfen zu werden, nachdem die Bücher zu Ende gelesen waren. Aber nunja, auch als Jugendliche_r war Schreiben schon ein Hobby von mir, und mein Umgang, damit umzugehen, wobei ich mich für Fanfiction nie begeistern konnte. Das Elfenreich Rothalin hat schließlich auch mehr von einer Mischung aus Mittelerde und Dungeons’n’Dragons, und ist eher von den zahlreichen Märchen mitinspiriert, die ich schon als Kind gern gelesen habe, denn von einer Welt der Zauberer unter den Menschen 😉

Also, ein sehr ergiebiger Monat soweit bisher, wie sich zum Teil auch auf der Seite erkennen lässt.

Ahja, und abschließend, wie versprochen: Leon und meine Schreibblockade um die „Vampire in Paris“. Auch dazu war am Ende der NaNoWriMo gut: Bei meinen Elfen steht für die Fortsetzung jetzt erstmal noch Plotting-Arbeit an, und nach der Fertigstellung von „Turnier in Silivria“ stand ich leider wieder vor dem Problem, mit dem es begonnen hatte: Dass es auch mit Leon irgendwie weitergehen muss. Ich geb es gerne zu, der ist gerade ein klein wenig zickig, wie man ihn kennt, und das mal nicht bloß gegenüber den Mitcharakteren, sondern auch gegenüber mir und meinem Plot, und lässt sich leider einfach nicht dafür begeistern, die Rolle zu spielen, die ich ihm (gemeinsam mit Kanar, dem alten Strategen) eigentlich zugedacht hatte. Jetzt stehen wir also da, und wollen die großen Probleme des Vampirbunds lösen, nur ist er leider, wie er so ist, viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, und damit, die Welt schrecklich zu finden, als dass er irgendetwas davon auch bloß mitbekommen würde.

Das Konzept zu „Vampire in Paris – Erbe des Hexerkönigs“, mit Schwerpunkt auf Cassari und den Linien Braga und von Bruhn hat es mir damit leider einigermaßen zerschossen. Als weise_r Autor_in habe ich nun also ein Einsehen, und werde Leon im dritten Teil tun lassen, was er gern möchte. Welche Rolle er danach noch in den Stories spielen kann und wird, die ich ihm ursprünglich zugedacht hatte, wird sich währenddessen herausstellen oder im Nachhinien zeigen müssen. Verraten kann ich euch: Es wird BDSM-lastig und ein bisschen NonCon, und wer meine bisherigen Stories kennt, kann sich denken, auf wen und wessen Linie das hinausläuft: Siverio und die Geneviève.
Ob Leon wohl gelingen wird, was für Menschen beinahe unmöglich ist, wenn sie mit diesem Haus in Berührung kommen: In Freiheit wieder gehen? Es wird sich bald zeigen…

Als Fazit bleibt zu mir, und auch das wird wohl noch ein Beitrag für „Über das Schreiben“: Als nativer Discovery-Writer (also jemand, der die Geschichte findet, während er_sie sie erzählt) ist langfristiges Plotten bei mir einfach eine Sache, die nur sehr grob funktioniert. Meine Charaktere, auch wenn sie sehr wohl ihre eigenen Ziele verfolgen, machen eben, was die Protas vieler Autor_innen da draußen offenbar zu tun pflegen: Einfach, was sie wollen.

 


Ich hoffe, der Überblick über die Lage hat euch gefallen, und zur allgemeinen Orientierung etwas beigetragen. Eine weitere Neuerung gibt es noch: Wenn ihr möchtet, könnt ihr mich und meine Seite nun unterstützen.

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Autor: Shiverrania

Schreibt schwule und trans* Phantastik mit kinky Elements, teilweise aber auch Gesellschaftskritisches.

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