Über die Asarti

Hintergrund zu dem Universum, in dem sich die folgende Geschichte abspielt.

Die Asarti würden uns Erdenbewohnern als „Außerirdische“ gelten, und sind ein sehr altes Weltraumvolk, das der Erde technisch weit überlegen ist. Der Planet, von dem sie ursprünglich stammten, ist seit Langem zerstört, und so betrachten sie den (eigentlich gar nicht so) leeren Raum selbst als ihre Heimat. Einen Planeten betreten viele von ihnen erst, wenn sie erwachsen sind. Ihre übermächtigen Kampfschiffe erlauben es ihnen, ganze Völker zu unterwerfen.
Durch eigene, gezielte Genmanipulation haben sich unter ihnen drei verschiedene Völker gebildet, die sich inzwischen auch in einigen ihrer Fähigkeiten unterscheiden: Semblyan, Azyn und Asarga. Äußerlich ähneln sie alle den Menschen, sind allerdings fähig, an Händen, Füßen und mit ihren Augen Energie zu fokussieren, was von Heilung bis zu Kampf verschiedene Effekte haben kann. Meisterschaft darin zu erreichen, braucht häufig Jahre und Jahrzehnte. Eine dieser Strahlungen erlaubt es ihnen unter anderem, den eigenen Körper an einen anderen Ort zu teleportieren. Da das viel Übung braucht und mit hohen Risiken verbunden ist, wird diese Fähigkeit jedoch nur selten in dieser Weise ausgeübt; um sich über Strecken von bis zu einigen Kilometern zu bewegen, kommen für gewöhnlich entsprechende Geräte zum Einsatz.

Es gibt einen äußerlichen Unterschied zwischen „männlich“ und „weiblich“ erscheinenden Asarti, der inzwischen allerdings zu einem bloßen, oberflächlichen Relikt geworden ist, und im Falle der (grundsätzlich weiblich erscheinenden) Azyn zum Statussymbol. Auf unsere Lesart übertragen, ist hier von „männlichen“ Personen die Rede, wenn die Erscheinung der von menschlichen Männern ähnelt, was Körperstatur und Gesichtsform betrifft. „Weiblich“ und weibliche Pronomina meint das Entsprechende für Personen, die dem menschlichen Äußeren nach Frauen näherkommen.

Das Geschlecht selbst hat mit diesen Äußerlichkeiten bei den Asarti nichts mehr zu tun. Asarti haben innere Geschlechtsorgane, mit einer Öffnung im Bereich, der bei uns knapp unterhalb des Bauchnabels liegen würde, und die sie willentlich steuern können, was Vergewaltigung in dem Sinne erschwert. Dieses Geschlechtsorgan entwickelt sich beim Aufwachsen zunächst zu einer entweder empfangenden/passiven oder zeugenden/aktiven Funktion. Unter gleichgeschlechtlichen Bedingungen, oder in der Medizin durch entsprechende Hormongabe, lässt es sich aber im Laufe weniger Wochen neu „primen“. Passieren kann das auch von selbst bei der Wahl von Partner_innen.
Typinnen (passiv geprimed) und Typen (aktiv geprimed) ärgern sich zwar manchmal untereinander, und viele bleiben über den Großteil ihres Lebens bei dem Geschlecht, das sich in ihrer Entwicklung von selbst ergeben hat. Aber da das Ganze hochgradig flexibel und letztlich persönliche Geschmacksache ist, und sich theoretisch von selbst jederzeit ändern kann, ist eine Wertigkeit in dem Sinne damit nur selten verbunden.

 

Die drei Völker der Asarti:

Asarga

Was die äußere Erscheinung betrifft, haben sie die Fähigkeit, ihren Körper willentlich zu verändern („Formen“). Welche Bezeichnungen und Pronomina sie für sich wählen, wenn sie dabei einem männlichen oder weiblichen Äußeren nicht mehr klar zuzuordnen sind, fragt man sie am besten selbst. Von den Semblyan wurden sie für ihre hervorragenden Infiltrationsfähigkeiten erbittert bekämpft und sind inzwischen nahezu ausgerottet. Unter den Azyn wurden sie als Flüchtlinge geduldet. Überreste ihrer Gesellschaft und Kultur leben einige von ihnen in Form einer Subkultur dort aus. Ihre Einstellung läuft für gewöhnlich darauf hinaus, sich nach Möglichkeit anzupassen, und bei Notwendigkeit zu kämpfen.

Azyn

Sie sind grundsätzlich (mit extrem seltenen Ausnahmen) weiblich, und das generalisierte Femininum ebenso wie die weibliche Erscheinung sind Symbol ihrer Überlegenheit und Herrschaft. Untereinander bringen sie sich höchsten Respekt entgegen, und Fairness und Individualität werden unter ihnen großgeschrieben. Der Preis dafür ist ihre Verachtung für all die übrigen, unterlegenen Völker, die sie gewaltsam unterwerfen und oftmals versklaven. Generalisiertes Maskulinum wird unter ihnen häufig verwendet, um auszudrücken, dass exklusiv von Sklav_innen die Rede ist.

Semblyan

Sie betrachten sich selbst als die „ursprünglichen“ Asarti, und ihre Gesellschaft untereinander ähnelt der von Menschen im modernen Westen. Weibliches oder männliches Äußeres sagen über die Wertigkeit nichts aus. Während Sklaverei innerhalb ihrer eigenen Gesellschaft als unethisch gilt, wird die Kolonialisierung und Unterwerfung fremder Völker und Planeten jedoch wenig kritisch reflektiert. Ihre Gesellschaft erachtet sich selbst mit einem gewissen Stolz als meritokratisch; im Endeffekt hat die daraus resultierende Hierarchie mit der Zeit aber zu einer Klassengesellschaft geführt, in der die wirkliche Macht und die wirklichen Entscheidungen lediglich in den Händen einiger höherrangiger Adelsfamilien liegen. Der Umgangston ist oft militärisch und geprägt von ebendieser Hierarchie, und Machtkämpfe und Rivalitäten gelten als Bewährungsprobe und werden vielfach geduldet, wenn auch oft totgeschwiegen.

 

Semblyan und Azyn haben sich zu starken Konkurrenten entwickelt, und sich über lange Zeit gegenseitig bekriegt. Die meisten von ihnen verachten einander nach wie vor. Friedensbestrebungen existieren inzwischen, verlaufen aber zäh und langsam. Jahrzehnte an Hass sind so schnell eben einfach nicht vergessen.

Autor: Shiverrania

Schreibt schwule und trans* Phantastik mit kinky Elements, teilweise aber auch Gesellschaftskritisches.

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